FAQ

Gender Begrifflichkeiten einfach erklärt

Häufig gestellte Fragen

Gender me

Was ist Gendergerechtigkeit?

Jedes Geschlecht hat geschlechtsspezifische Bedürfnisse und Anliegen, diese zu achten und würdigen bringt nicht nur das Individuum oder Familie etwas, ganz nach dem Motto: “Geht es der Mama*Papa gut geht, dann geht es allen gut!”, sondern auch der Gesellschaft, Wirtschaft und dem Staat. Wir wollen diese im Konsens herausfinden und zu einer Integrativen Umsetzung bringen/anbieten. 

Weshalb gibt es so viele verschiedne Begriffe?

Unterschiedliche Begriffe beschreiben unterschiedliche Lebensphasen, Eigenschaften und Situationen. Zu dem kommt noch hinzu, dass sich im Laufe der Zeit Begriffe und Begriffdefinitionen ändern. Dadurch sind manche Begriffe nicht mehr zeitgemäß oder veraltert, jedoch kann der eine oder andere Begriff in der Bevölkerung noch verankert sein. Auf Grund der Lebendigkeit der Sprache kommt es naturgemäß zu Erneuerungen. 

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    Was versteht man unter Geschlecht?

    Das biologische Geschlecht beinhaltet alle körperlichen Geschlechtscharakteristika; so-wohl reproduktive Strukturen als auch Funktionen, die sich in Phänotyp als auch Genotyp darstellen. Im Englischen wird dafür in Abgrenzung zum sozialen Geschlecht „Gender“ der Begriff „Sex“ verwendet. Medizinisch setzt sich das „biologische“ Geschlecht aus folgenden Bestandteilen zusammen:

    • dem chromosomalen Geschlecht (Karyotyp XX, XY, XXY, XO, …)
    • dem gonadalen Geschlecht (die Keimdrüsen betreffend: Eierstöcke, Hoden)
    • dem hormonellen Geschlecht
    • dem inneren genitalen Geschlecht (Vagina, Uterus und Eileiter; Prostata und Samenleiter) sowie
    • dem äußeren genitalen Geschlecht (Klitoris, kleine und große Schamlippen; Penis und Skrotum). 

    Das soziale Geschlecht beschreibt die psychosozialen Geschlechtscharakteristika. Im Englischen wird das soziale Geschlecht mit dem Begriff „Gender“ beschrieben. In dieser Bedeutung wurde „Gender“ erstmals vom Psychologen Robert Stoller in seinem Buch Sex and Gender (Stoller, 1968) als Abgrenzung zum biologischen Geschlechterbegriff „Sex“ verwendet. Die Unterscheidung zwischen „Sex“ und „Gender“ als konstituierende Begriffe für „Geschlecht“ ist nicht immer eindeutig und in der Geschlechterforschung teils umstritten (siehe z.B.: Judith Butler, die das körperliche Geschlecht auch als Produkt eines normierenden Diskurses über „Gender“ deutet).(Butler, 1991) 

    Der Begriff der Geschlechterrolle bezeichnet die Gesamtheit der kulturell erwarteten, als angemessen betrachteten und zugeschriebenen Fähigkeiten, Interessen und Verhaltensweisen eines Geschlechts. Diese Erwartungen unterliegen innerhalb einer, als auch innerhalb unterschiedlicher Kulturen einem stetigen Wandel. 

    Der Begriff Geschlechtsausdruck, der im Englischen als „gender expression“ erfasst wird, bezieht sich auf die individuelle Manifestation der persönlichen Geschlechtsidentität sowie der Wahrnehmung dieser durch Dritte. Typischerweise versuchen Personen ihren Geschlechtsausdruck mit ihrer Geschlechtsidentität übereinzustimmen, unabhängig von dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht. 

    Geschlechtsidentität bezeichnet das persönliche Bewusstsein über die eigene Geschlechtszugehörigkeit (männlich/weiblich, maskulin/feminin, inter, etc.) bzw. die Identifikation damit. Die Identifikation mit einem Geschlecht findet sich zu allen Zeiten und in allen Kulturen, wobei Geschlechtsidentität nur eine von mehreren möglichen Identitätsbeschreibungen ist. Sie inkludiert das persönliche Körpergefühl, welches mit dem bei der Geburt zugeschriebenen Geschlecht übereinstimmen kann – oder auch nicht. Physische Charakteristika sowie psychologische und soziale Faktoren tragen zur Entwicklung der Geschlechtsidentität bei. 

    Quelle: Empfehlungen Varianten der Geschlechterentwicklung aus dem Innenministerium 

    Was versteht man unter Divers & 3. Geschlechtsoption?

    Hier möchten wir VIMÖ zu Wort kommen lassen: Die Geschlechtsidentität intergeschlechtlicher Menschen kann inter* sein, muss aber nicht. Sie können auch eine männliche, weibliche, trans* oder andere Identität haben. 

    Für jene, die sich nicht als Mann oder Frau definieren, gibt es seit 2019 die Möglichkeit, einen dritten Geschlechtseintrag in Urkunden (Geburtsurkunde, Reisepass, …) zu beantragen. Mehr Infos dazu haben wir unter dem nachfolgendem Link zusammengefasst:  

    https://vimoe.at/wp-content/uploads/2019/05/Question_and_Answers_Dritte_Option_Neu.pdf 

    Was versteht man unter Diversität?

    Diversität steht für die Vielfalt in diesem Kontext für die geschlechtliche Vielfalt. Mann ist nicht Frau und Frau ist nicht Divers und Divers nicht Mann usw. 

    Was versteht man unter Transition?

    Transition (lat. „transitio“ = „Übergang“, Substantiv zu „transire“ = „hinübergehen“) bedeutet allgemein „Wandel“, „Wechsel“ oder „Umbruch“; auch Übergang von einem Zustand in einen anderen. Im Zusammenhang in der Genderdiversität der Übergang z.B. in Frau zu Mann oder Frau zu Mann. dnung ablehnen. 

    Was versteht man unter Transgender, Transidentität, Transsexuell?

    Transgender, Transidentität, Transsexuell werden als Überbegriff für Menschen verwendet, deren Geschlechtsidentität nicht oder nicht vollständig mit dem nach der Geburt (anhand der äußeren Merkmale) eingetragenen Geschlecht übereinstimmt und/oder die eine binäre Zuordnung ablehnen. 

    Was versteht man unter Geschlechtsdysphorie?

    Geschlechtsdysphorie ist die medizinische Bezeichnung für einen mindestens sechs Monate anhaltenden Zustand, in dem ein merklicher Unterschied zwischen dem individuell ausgedrückten/erfahrenen Geschlecht und dem Geschlecht, das Dritte dieser Person zuordnen würden, vorliegt. 

    Quelle: Empfehlungen Varianten der Geschlechterentwicklung aus dem Innenministerium 

    Was versteht man unter Varianten der Geschlechtsentwicklung?

    Der Begriff „Varianten der Geschlechtsentwicklung“ (VdG) wird in dieser Publikation synonym zu „Intergeschlechtlichkeit“, „Intersexualität“ oder „Intersex“, und als Überbegriff für eine Vielzahl verschiedener Körperkompositionen genutzt, die der strikten Definition von Mann und Frau nicht entsprechen. Abgrenzung zu Trans*Menschen: mit VdG unterscheiden sich von Trans* Menschen insofern, als ihr Status nicht primär durch ihr soziales Geschlecht bzw. „gender-bedingt“ ist, sondern vornehmlich ihr biologisches Geschlecht betrifft, das weder exklusiv dem männlichen noch dem weiblichen zugeschrieben werden kann, typischerweise mit Geschlechtsmerkmalen dieser beiden Geschlechter einhergeht und/oder diese nicht klar voneinander unterschieden werden können. 

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